BROKEN BLOG MOBIL

4. Februar 2012
PG Wodehouse hat gesagt: "Ich sitze eigentlich nur an der Schreibmaschine sitzen und fluche ein bißchen." Genauso fühlt es sich manchmal an, diesen Blog zu schreiben. Er hat auch gesagt: "Ich weiß, ich schreibe Geschichten, seit ich fünf bin. Keine Ahnung, was ich vorher gemacht habe. Herumhängen nehme ich an.“

E-mail:
Kommentar:
Zahl:
.

3. Februar 2012
Du mußt denken, ich sei ein Narr,
So prosaisch und unbeholfen und alles,
Glaubst du, du kannst mich runterziehen?
Glaubst du, ich bin bin noch nie verreist, noch nie weg gewesen?
... (Song von Keane "Leaving So Soon?")

2. Februar 2012
Das ist hier nicht die Wikileaksseite und ich habe auch keine Absicht, die Quelle des nun folgenden Zitats bekannt zu geben, möchte meinen Lesern aber dennoch die Definition von „Tech Freaks“ hier nicht vorenthalten. Also: „Tech-Freaks sind solche Personen, die einen Kick und eine gewisse Zufriedenheit daraus schöpfen, dass sie ihre technischen Fähigkeiten zeigen, auch dann, wenn genau das anderen Unannehmlichkeiten verschafft... Manchmal ... stören sie durch ihre technischen Fähigkeiten und Kenntnisse die Kommunikationskanäle von andern.“ Das könnte als Beschreibung auch auf viele Hotlines zutreffen (worum es aber im konkreten Fall nicht geht).
Ebenfalls ein Zitat, diesmal aus einer Besprechungsnotiz: „Der Erkenntnisgewinn des Vortrages war insgesamt (wie wohl auch beabsichtigt) äußerst gering.“

1. Februar 2012
Dass dieser Prozess keinem Masterplan folgt, ... sondern unter angespannten, chaotischen, demokratisch rumpelnden Umständen, das ist das Wesen von allem wahrhaft Neuen. Steht in der Zeit von Mitte Dezember (wie mir schon öfters vorgeworfen wurde, lese ich ja manchmal Oldspaper statt Newspaper).

31. Jänner 2012
Ich bin heute an das berühmte Zitat von Martin Niemöller erinnert worden:
„ Als sie die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

29. Jänner 2012
Sag mir, was willst Du mit Deinem einen, wertvollen Leben tun?” – Mary Oliver

28. Jänner 2012
Warum bekomme ich eigentlich dieser Tage so viele Viagra Spam-Mails? Ich habe gelesen, dass sich - wenn man eines in Wasser auflöst und den Christbaum damit wässert – der Baum bis Ende Jänner wacker frisch hält. Marketingmäßig kommt mir die Werbekampagne etwas verspätet vor, oder hat noch jemand Weihnachtsbäume herumstehen?
Einer meiner lieben Leser sagt, dass ich ihm den blauen Spam zusenden soll. Also scheint es doch noch mehr Leute zu geben, die jetzt noch Christbäume haben, als ich ursprünglich angenommen habe!
Und dann habe ich analytischere und höchst amüsante Anmerkungen bekommen, nämlich, dass es sich bei Spammails meist um finanzielle Anreize, Leistungsverbesserungsversprechen oder Systemerweiterungen handelt. In umgekehrter Reihenfolge geht es also immer um größer oder besser oder reich genug, damit größer und besser keine Kategorie mehr sind. Allerdings geht die Leistungsverbesserung zugunsten eines dann wohl bis Ostern stählernen Christbaums doch ein wenig zu weit.

27. Jänner 2012
Es ist eine Herausforderung, sich an die Gegebenheiten des öffentlichen Nahverkehrs zu gewöhnen. Die Situation: Ich sitze in einer mehr oder weniger leeren Straßenbahn. Ein Mann vom Typ Bill Bryson vor 20 Jahren setzt sich neben mich, liest in meiner Zeitung mit und sagt dann etwas unvermittelt: Frauen in der Wirtschaft, die am Aufschwung (?) teilhaben, können von einer guten Wirtschaftszeitung profitieren! Man könne, so der Monolog weiter, Weizen online handeln, bis in die dritte Dimension (?), nie zuvor habe die Menschheit Weizen so vielfältig handeln können, deshalb sei es gerade jetzt... der Rest war argumentativ nicht nachvollziehbar.

26. Jänner 2012
Warten ist wirklich unmodern geworden. Und ein interessanter Gedanke ist, dass wir seit wir mehr und mehr zum Digitalen tendieren, das Original verloren haben oder wie Jim Rakete sagt, heute sei: „das Fehlen eines Originals der Phantomschmerz der Fotografie“.

25. Jänner 2012
Deutsche Sprache, schwere Sprache: Wo der Österreicher da, dort oder hier ist, ist der Deutsche hier, da und dort, was zu beliebigen Mißverständnissen führt.
In Österreich komme ich an und kündige folglich im Konjunktiv an, dass ich jetzt da wäre. In Deutschland ist man in ähnlicher Konstellation aber einfach hier, zumal man nicht da sein kann, weil da (deutsch) eben dort (österreischisch) und somit zwar in der Nähe, aber doch woanders ist. Der Nachbartisch ist so zum Beispiel da (örtlich, nicht existentiell gesprochen; auf letzteres könnte man sich wohl in beiden Sprachen einigen) und nicht dort. Dafür wird aber die Endstation einer deutschen S-Bahn am vorletzten Bahnhof mit mit den Worten „Liebe Fahrgäste, diese S-Bahn endet dort“ und nicht mit „... endet hier“ angekündigt.
Erhaltener Kommentar: Lieber CBO (Chief Blogging Officer), darf ich unterstreichen, dass Ihr geschätzter Blog-Eintrag für 25. Januar auf Deutsch ganz anders lautet als auf Englisch? :-)
Antwort: Ich kann mich nur entschuldigen, also, hier kommt nun der fehlende Teil:
Europa bekommt neue Datenschutzregeln. George Orwell ist, sollte er Zugriff auf offizielle (leider nur englische) Presseerklärungen haben, wahrscheinlich schon dabei, sich im Grab umzudrehen. Dort steht nämlich in etwa: "Das Recht auf Vergessen ist natürlich kein absolutes Recht. Es gibt Fälle, wo es eine legitimes und rechtlich begründetes Interesse daran gibt, Daten in einer Datenbank zu speichern. ... Es ist auch klar, dass das Recht auf Vergessen nicht ein Recht darauf sein kann, die Geschichte völlig auszulöschen."

24. Jänner 2012
Die einzige Funktion von Wirtschaftspognosen ist es, der Astrologie einen ehrenwerten Anstrich zu verleihen. Kenneth Galbraith

23. Jänner 2012
Ich habe heute ein sehr schönes Gedicht geschickt bekommen, das Joseph Beuys zugeschrieben wird:
Lass Dich fallen.
Lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die "Ja" sagen
Und verteile sie überall in Deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue Dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.
Schaukel so hoch Du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere Dich, "verantwortlich zu sein".
Tu es aus Liebe.
Mach eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. Mach es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei.
Lache eine Menge.
Bade im Mondlicht.
Träume wilde, fantasievolle Träume.
Zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell Dir vor, Du wärst verzaubert.
Kicher mit Kindern. Höre alten Leuten zu.
Ö ffne Dich. Tauche ein. Sei frei.
Preise Dich selbst.
Lass die Angst fallen.
Spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in Dir.
Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken.
Werde nass.
Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.

22. Jänner 2012
Groupon ist immer wieder für eine Erheiterung gut. Heute wurde mir eine Bierflatrate angeboten. Es handelt sich um eine (hoffentlich nicht bei Pioten beliebte) All-you-can-drink-Rate für Fliegerbier im Fliegerbräu am Münchner Flughafen samt dem (anscheinend für sich selbst sprechenden) „Piloten-Brotzeit-Brettl“. Daneben wird mir in folgender Reihenfolge auch noch eine 90 Minuten Aromaölmassage, ein Sushi all-you-can-eat, ein um 73% billigerer ansonsten nicht genauer definierter Sprachkurs (Deutsch für Nichtdeutsche?) und etwas prosaisch „Fett weg“ angedient.

21. Jänner 2012
Aus der Serie “Bemerkenswertes rund um Telefonkonferenzen”: A: Können Sie Ihr Telefon bitte auf stumm schalten? B: Nein A: Könnten Sie dann bitte mit dem [zugegebenermaßen lauten] Atmen aufhören?

20. Jänner 2012
Ich habe versprochen, mich gegebenenfalls noch einmal zum Thema Rocklängen und Absatzhöhen zu äußern. Vor vielen Jahren habe ich gelesen, dass sich die Rocklänge umgekehrt proportional zur Konjunktur verhält. Obwohl man davon ausgehen müßte, dass es in wirtschaftlich schlechteren Zeiten weniger Geld für Stoff gäbe werden die Rocksäume länger und umgekehrt. Insofern nehme ich an, dass wir von Mini- und Bleistitröcken wegsteuern.
Ein wenig Recherche hat ergeben, dass sich ein Wirtschaftstheoretiker (George Taylor, Nomen est Omen) schon in den 1920-er Jahren mit der Thamatik beschäftigt und in seiner Rocksaumtheorie versucht hat zu beweisen, dass die Saumlänge mit den fallenden oder steigenden Aktienkursen korreliert. Ein Artikel, der das Thema im Jahr 2008 wieder aufgegriffen hat, geht noch einen Schritt weiter und behauptet, dass in Rezessionszeiten der Absatz von Abführmitteln steige, weil sich Menschen sehr zurückhaten müssen. Demgegenüber steigen in Boomzeiten die Absatzzahlen von Deodorants, weil sie öfters tanzen gingen. Wenn Menschen weniger Geld zur Verfügung haben, kaufen sie angeblich weniger Salat, Steak und Obst sondern eher trockene und länger haltbare Lebensmittel wie Bohnen, Getreide und Pasta, obwohl meistens dann der Pastapreis steigt und sie bei Bohnen und Reis bleiben.
Nicht dass meine Meinung hier zählen würde, aber ich finde die Rocksaumlängentheorie besser als die Abführmitteltheorie.

19. Jänner 2012
Ich möchte den heutigen Eintrag zum Anlaß nehmen, allen begeisterten Lesern dieses Blogs ganz herzlich zu danken!
Scott Mc Kain (wieder so ein Konsulent und Motivationssprecher mit runden Brillen, nein, das war jetzt ganz und gar nicht nett) schreibt auf seinen Blogseiten: Die Frage, die Menschen heute oft gestellt würden, seien, wieviele „Follower“ sie auf Twitter, wieviele Freunde auf Facebook hätten und wieviele Leser ihren Blog besuchten und als solches würden gerade diese Frage auf etwas hinweisen, was in unserem gesamten Wirtschaftssystem falsch sei, nämlich der Fokus auf Quantität. Und die Annahme, mehr sei besser. Mc Kain weist uns darauf hin, dass mehr nur mehr sei, und nur besser besser. Und dass mit anderen Worten weniger Freunde und weniger, dafür begeisterte Leser definitiv mehr zählen, als die schiere Masse.

18. Jänner 2012
Anläßlich einer bevorstehenden Eintagesreise nach Brüssel muß ich hier die Frage stellen, ob es tatsächlich so ist, dass kaum jemand das Nicht-in-Brüssel-Sein als Exil empfindet?

17. Jänner 2012
Es gibt ein sehr gutes wenn auch nicht ganz ernstes Video zu Photoshop oder bessergesagt: Fotoshop und ein anderes (ebenfalls nur auf Englisch) zum Thema Wiener Kaffeehäuser.

16. Jänner 2012
Deutschland ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Oder vielleicht sollte ich sagen, es ist nicht das, was sie uns im Ausland weismachen wollen, dass es schon immer gewesen sei. Ich habe mittlerweile mehr Handwerker gesehen, als mein Aufenthalt in diesem Lande Tage hat. Heute waren es gleich sechs. Meine Wohnung, ein reines Durchhaus. Wer eigentlich was macht, ist nie ganz klar, meist verweist der eine nur auf den nächsten, der aber sicher gerade nicht anwesend ist und erst anfahren muß. Unstrittig sind meist nur die Verrechnungsdetails der Anfahrtswege, die Menschen erscheinen auch sehr pünktlich, aber ansonsten wie schon früher erwähnt: Hinterholz 8.
Der erste Handwerker heute war eine Kanalratte mit E-Spiralle. Auf seinem Rohrreinigungsfirmensweatshirt stand, wie es sich auch für Fleischhacker oder ähnliche Betriebe gern anbietet: Schweiger.... vom Feinsten! Besagte Kanalratte hat mehr oder weniger besorgt blickend etwa 12m der Elektrospiralle in den Tiefen des Hauses versenkt und von Paradoxa wie aufsteigenden Abflußleitungen und steigenden Gefällen geunkt. Nummer zwei (vom Typ her Abercrombie-Fitch Jeans- und/oder Unterwäschemodel, warum sie ihn im Keller versteckt haben, hat sich erst später herausgestellt) hat in gebrochem Deutsch abgestritten, irgendetwas mit meinen Frostbeulen zu tun zu haben, er würde den Heizungskeller nur streichen, hätte nichts mit dem Heizungstotalausfall zu tun. Nummer drei hat mir beim routinierten, aber verzweifelten Entlüften der Heizkörper assistiert und versichert, es wäre die schöne Kellerratte gewesen, die „versehentlich“ die Heizung fürs Dachgeschoß abgedreht hätte.
Drei weitere Mannen haben dann noch diverse Zählerstände abgelesen, zwei davon waren aus dem deutschen Osten, einer aus München und hat soweit beobachtbar als Dolmetsch fungiert.

14. un 15. Jänner 2012
Was kann es schlimmeres geben, als am Samstagnachmittag zu Ikea zu gahren? Richtig, ein Ikea-3D-Puzzle zusammenzubauen. Die Hardcorelegospieler haben es wahrscheinlich geahnt, dass sie gegenüber uns Normalsterblichen irgendwann Vorteile haben werden.
Was auch unangenehm auffällt ist das Bild in der zigseitigen Bauanleitung, auf dem sich das verzerrt lächelnde Ikeamännchen am Kopf kratzt und die Ikeahotline anruft. Ich wäre einmal neugierig, wie man die einzelnen namenlosen Trümmer am Telefon beschreibt, nicht zu reden von Mikroschrauben aus durchsichtigem Plastik. Manche Schrauben sind ja reine Zierde und sind anscheinend nur beigepackt, um die Geduld zu testen.

13. Jänner 2012
Der Poet William Blake empfiehlt, den Tag folgendermaßen einzuteilen: „Denk am Morgen, handle zu Mittag, lese am Abend und schlafe in der Nacht.“

10. Jänner 2012
Über die Jahre sind E-Mail Signaturen auf- und wieder abgekommen. So habe ich mir zumindest gedacht. Aber nun sehe ich ab und zu wieder welche, wie etwa folgedes des 2011 verstorbenen Brasilianischen Fußballers Socrates: "Erst kommt die Schönheit, dann erst der Sieg. Und was wirklich zählt, ist die Freude.“

9. Jänner 2012
Und noch mehr neue Bilder, diesmal von Thailand, Australien und Neuseeland!
Erhaltener Kommentar: Schöne Bilder, speziell die aus Thailand.

7. Jänner 2012
Es war einige Tage ruhig im gelobten Land. Aber nun ist der Regionalstolz wieder durchgebrochen, diesmal im Radio mit dem Hörerspruch des Tages: “It’s nice to be a Preiss but it’s higher to be a Bayer.“
Auch interessant, dass am Flughafen nun Puppenteile aus dem Boden ragen. Es ist natürlich schön, wenn man Puppen bewusst und unbewusst sofort mit mir assoziiert. De facto gehe ich aber davon aus, dass es sich um eine Fujitsuwerbung nach dem Fujitsumotto: „accept no boundaries“ handelt. Anscheinend gilt für Fujitsu auch die Schwerkraft nicht mehr. Und das in München!
Apropos Schwerkraft: Einstein muß ja für einiges herhalten und so auch für einen ihm zugeschriebenes, sehr nettes Zitat: „Gravitation is not responsible for people falling in love“.

6. Jänner 2012
Es gibt einige neue Bilder aus Chile, Singapore, Myanmar, Kuala Lumpur undVietnam. Zufällig bin ich über diese Kurzanleitung gestoßen, wie man interessanter wird. Was mir dabei besonders gefallen hat war der Hinweis, doch die eigenen Seltsamkeiten zu akzeptieren. Beide Artikel leider wieder einmal nur auf Englisch.

5. Jänner 2012
Das Video des Tages heißt Everybody’s Free (to wear sunscreen). Jeder ist frei, oder hat zumindest die Freiheit, Sonnencreme zu verwenden. Leider nur auf Englisch.

4. Jänner 2012
Es ist mir ein alter Entwurf einer Blognotiz untergekommen und zwar zum Thema Themen von morgen:
1. Staubsauger mit oder ohne Beutel?
2. Sollten Männer Eier kochen können?
3. Sind Mascherln (vulgo Fliegen) besser als Krawatten?
4. Wie macht man aus Eis Kürbis?
Speziell Nummer eins und vier haben mich an der Notiz überrascht. Aber es fällt mir ja auch nicht mehr ein, warum ich eine kleine Seife, ein klebriges Zuckerl und einen noch klebrigeren Kugelschreiber in einer Jackentasche hatte.

3. Jänner 2012
Es hat mich ein Kommentar erreicht, mit der Beschwerde, es gäbe hier nicht genug zum Thema Mode und Sport zu lessen. Ich wage zu sagen, dass die Modefarben der Frühjahrssaison Smoothiefarben sind, was der Tendenz unserer Gesellschaft, Nahrung immer öfters auch noch im Erwachsenenalter in Breiform zu sich zu nehmen, sehr entgegenkommen dürfte.Man denke nur daran, wie sich in dieser Saison Smoothie-, Cremsuppen- und Pürreeflecken gut ins Oberbekleidungsbild einfügen werden!
Erhaltener Kommentar: Vielen Dank für die Frühlingsfarbempfehlung! Ich bin sicher, die Leser dieses Blogs würden auch gerne Einträge hinsichtlich Rocklänge, Absatzhöhe und Rugby lesen!

2. Jänner 2012
Was ich beim gestrigen Eintrag noch vergessen habe: Der mit Abstand beste Werbespruch, der mir auf der langen Reise untergekommen ist und dem ich durchaus zustimme war die Regel Nr. 7 von Tudor Watches und hat gelautet: „Verführung ist eine Frage der Zeit“.

1. Jänner 2012
Das war also 2011: Mein einjähiges Sabbatical war im September zu Ende und in einem Satz kann ich meine Weltreise wohl nur so zusammenfassen, dass ich überhaupt kein Problem damit hätte, noch jahrelang durch die Welt zu mäandern.
Die längere Fassung möchte ich in einige Punkte aufteilen:
Zum Zustand der Welt im allgemeinen: Inkompetenz regiert die Welt.
Zu persönlichen Fragen: Sehr oft werden die Klassiker “Wo kommst Du her?” etc. zu Endlosschleifen. Es folgt ein: “Österreich.” “Sidney?” [Nebenbemerkung: die Antwort folgt Gründen der Einfachkeit:] “Wien.” “Wohin gehst du?” … “Wie heißt du?” … “Was bist du von Beruf?” … “Wieviel verdienst du?” … “Wie alt bist du?” … “Bist du verheiratet?” … “Was ist deine Schuhgröße?”… “Woher kommst du?” “Das hast du mich schon gefragt!” “Oh, habe ich vergessen...”
Zum Essen: Merke: Im Zweifel ist eine Bohnenschote (grüne Bohne) in Asien immer eine grüne Chilischote! Ein wichtiger Satz für Vegetarier, den ich in Asien gehört habe, war: Ich hoffe, Sie mögen Reis.
Top 3 (+1) Cocktails: Ambience: Singapore Sling, Raffles Hotel, Singapore. Schräg + bester Ausblick: Coco Loco, Hotel Pink Flamingo, Acapulco. Bester Geschmack: Pina Colaca, Boracay/ Phillipinen. Außerhalb der eigentlichen Wertung und Extrapunkte für bemerkenswertestes Versprechen: Orgasmo, Chapalasee in der Nähe von Guadajahara, Mexiko.
Zur Hygiene und der richtigen Reihenfolge: Merke: Erst Wasserhahn aufdrehen und dann Seife nehmen. Leider habe ich hier des öfteren was die Reihenfolge angeht versagt. Es ist unschön, wenn man Seife mangels Wasser wieder loswerden muß. Das beste an sechs Jahren wöchentlichem Pilatestraining war, eine vollendete Balance über diversen zweifelhaften Toiletten zu halten.
Zu unfreundlichen Kontrollen auf Flughäfen: Wenn man auf Flüssigkeiten kontrolliert und mit einer noch gefüllten Flasche ertappt wird, stellt man sich dem meist unwirsch Kontrollierenden am besten mit all seinem Handgepäck ungeschickt wirkend in den Weg und trinkt mit einem entschuldigenden Blick ganz langsam sein Wasser aus. Dieser kleine Racheakt für unfreundliches Benehmen funktioniert auch bestens dort, wo man mit militärischem Brüllen gezwungen wird, seine Schuhe auszuziehen. Man kann jemandem lange im Weg stehen, wenn die Schuhbänder so gar nicht wollen.
Zur Eitelkeit und dem Verlust derselben: Man geht über Monate abends mit dem Allernötigsten einem kleinen schwarzen Plastiksackerl (vulgo dem seinerzeit nicht benutzten Speibsackerl der Sansibar-Dar Es Salaam Fähre) spazieren, als wäre es eine Prada Handtasche.
Zum Material: Auch strapazfähige Schuhe lösen sich nach intensiver Beanspruchung auf und wasserdichte Schuhe werden pitschnass, wenn das Wasser von Oben (mit dem einen oder anderen Blutegel vermischt) hineinläuft. Jeans werden nicht nur heller, sondern auch dünner und reißen irgendwann. Ich habe einen Schal, ein Sweatshirt, meine Lieblingsjacke und einen Bikini verloren – zum Glück nicht alles auf einmal und auch nicht, wenn das jeweilige Teil das einzige war, was ich gerade getragen habe. Des weiteren habe ich zwei Bekannte verloren, die offensichtlich keine Freunde waren und eine Decke – letzteres eines der sinnvolleren Dinge, die ich über Monate mit mir herumgetragen habe.
Zu Hotels: In den meisten Hotelzimmern liegt entweder die Bibel auf oder die Gelben Seiten; manchmal beides. Und das vor allem dann, wenn man eigentlich nur nach dem Passwort für das Internet sucht.

31. Dezember 2011
Auf die Auslagenscheibe hier in München ist ein Spruch gesprüht, der dieses Jahr ganz gut zusammenfasst: Die Revolution ist wegen Regens bis auf weiteres verschoben. Guten Rutsch und ein Gutes Neues Jahr 2012!

30. Dezember 2011
Bei wiederholter Betrachtung des großen, aber schiefen Christbaums auf dem Münchner Marienplatz, der angeblich ein Geschenk von Tirol ist kann ich nur sagen: Einem geschenkten Gaul schaut man wohl lieber wirklich nicht ins Maul.

29. Dezember 2011
Die Zeitung “Die Zeit” schreibt in einem interessanten artikel über Epithesen (= künstliche Augen, Ohren u.ä.), dass der neueste Schrei bei Epithesen solche seien, die sich auch bewegen. Zudem sei es in Mode, dass sich Menschen mit Kunstohren in zweierlei Farben anfertigen lassen, eines für den Winter, eines für den Sommer.

28. Dezember 2011
Ich habe ihn eigentlich selbst noch nie bemerkt, es scheint ihn aber zu geben, den sogenannten Cappucino-Effekt. Laut Wikipedia handelt ess ich dabei um das „akustische Phänomen, das unmittelbar nach dem Umrühren einer Tasse Cappuccino auftritt: Klopft man mit dem Löffel mehrmals hintereinander an die Tasse, so steigt die Tonhöhe innerhalb der ersten Sekunden deutlich hörbar an. Dieser Effekt lässt sich, nach erneutem Umrühren, so lange wiederholen, wie noch Milchschaum vorhanden ist.“ In der Blog-Kategorie: da siehst du’s, da hast du’s.

24. Dezember 2011
Broken Muses wünscht allen treuen Broken Blog Lesern Frohe Weihnachten!

23. Dezember 2011
Leider gibt es keine deutschen Untertiltel für diese wirklich witzigen sieben Minuten brillianten Witzes. Die Frage ist, warum die Riesenschildkröte für 300 Jahre lang zu keinem lateinischen Namen gekommen ist. Aus einem ähnlichen Grund, warum Maltesers auch keinen lateinischen Namen haben...

22. Dezember 2011
Ich habe eine Zeit lang den Eintrag vom 11. Deember nicht auf Englisch übersetzt und wurde bereits von den Lesern der englischen Blogseiten gerügt. Ich muß mich in aller Form auch hier entschuldigen...

21. Dezember 2011
Es gibt einen neuen deutschen Bestseller: "SMS von gestern Nacht". Untertitel: „Ist meine Hose noch bei Euch?“

 

20. Dezember 2011
An sich waren meine belgischen Lieblingspralinen immer die rosafarbenen Wittamerherzen und die dunkelbraunen Euros von Neuhaus. Nun gibt es diese Euros nicht mehr, sondern lediglich die geschmacklich ähnlichen hell- und dunkelbraunen Neuhauser Ns. Wenn das kein Statement ist. Nicht einmal DER Pralinenhändler des Landes bekennt sich mehr zum Euro...

19. Dezember 2011
Einer der wenigen Sätze, die ich mehr oder weniger fehlerfrei auf holländisch aussprechen kann ist "ik bin op de pot" was mehr oder weniger direkt heißt: ich bin am WC. Kein Ruhmesblatt nach fast acht Jahren in einem teils niederländischsprschigen Land...

17. Dezember 2011
Kaum kommt man nach Belgien, regnet es, eigentlich genauso wie man es von Belgien erwartet. Und nicht umsonst heißt ein bekanntes Modelabel hier "Mais il es ou le soleil?"

16. Dezember 2011
Vielen Dank für zwei sehr nette Zitate:
Kann einen die räumliche Distanz wirklich von Freunden trennen.... Wenn Du mit jemandem sein möchtest, den Du gern hast, bist Du dann nicht eigentlich schon dort? – Richard Bach
Die Abwesenheit verringert niedrige Begierden und steigert noble genauso, wie der Wind Kerzen löscht und Feuer nährt.

14. Dezember 2011
Die wohl bekannteste und beliebteste Wiener App ist die auf offenen Daten der Stadtvrwaltung basierende sogenannte "Toilet Map Vienna". Die App listet alle öffentlichen Toiletten in Wien und gibt den schnellsten Weg zum nächsten WC bekannt.

12. Dezember 2011
Wenn es um verstopfte Rohre geht habe ich feststellen müssen, dass es irrelevant ist, welche Qualität die kurz zuvor benutzte Seife hatte; meist ist sie genauso unappetitlich wie das andere, undefinierbare Zeug, das wieder an die Oberfläche gespült wird.

11. Dezember 2011
Ich weiß nicht, ob es so eine gute Idee war, sich bei Groupon anzumelden. Ich bekomme nunmehr die Möglichkeit, Gutscheine mit 55% Ermäßigung zu Highlights wie etwa den hier folgenden zu erwerben: "70er Jahre Fondue-Event für 6 Personen im Cafe Fräulein". Oder einen um 53% ermäßigten 5-er Block für einen "Bollywood Tanzkurs in der Bollywood Crazy Dance Company". Erwähnenswert auch die um 72% verbilligte "Luxus-Gesichtsbehandlung und/oder Maniküre bei Egoist Cosmetics". O-Ton dort: „Niemand ist dem Zahn der Zeit und den Widrigkeiten und Kapriolen des Wetters so ausgesetzt, wie Deine Haut.“ Anscheinend erlebt meine Haut die „Widrigkeiten und Kapriolen des Wetters“ anders als der Rest von mir.

10. Dezember 2011
Darf ich meine Leser um Beihilfe zum Boykott von Wasabikäse bitten? Ich verstehe ja, dass sich Käseherrsteller heutzutage einem gnadenlosen Wettbewerb zu stellen haben, aber trotzdem: Wasabikäse geht einen Schritt zu weit!

9. Dezember 2011
Es soll ja Menschen geben, die gerne zu Ikea fahren. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu Nach einem Handwerkerbesuch gestern fühle ich mich wieder einmal wie in Hinterholz 8 (die Dame in der weibliche Hauptrolle heißt dort ja bezeichnenderweise auch Margit). Man kann nur hoffen, dass die Wände hier nicht bald nass und unter Strom stehen und nur eine wasserfeste Tapete dagegen helfen kann :-)
Erhaltener Kommentar: Margit, ich glaube Du würdest Dich am liebsten aus München wegbeamen lassen, weil es da doch kein intelligentes Leben gibt. Richtig? :) Vielleicht hast Du einfach den falschen Handwerker?
Amtwort: War ich so deutlich?

8. Dezember 2011
Falls es jemanden interessiert: es gibt die Bibel als Hörbuch-App für iPhone, iPad und iPod bei www.vorleser.net

7. Dezember 2011
Vielen Dank für einen Hinweis auf die Landkarten der Stereotypen des bulgarischen Künstlers Yanko Tsvetkov. Mir persönlich gefällt die Karte der griechischen Stereotypen besonders gut, aber vor allem den Briten unter uns empfehle ich auch einen Blick auf die Karte Europa nach Sicht der Briten zu werfen.

6. Dezember 2011
Repubblica Bavaria: Ich bin heute auf dem sogenannten 6. nationalen IT-Gipfel, den Gastgeber H. Seehofer tatsächlich und ohne einen Funken Ironie mit den Worten "Willkommen im gelobten Land!" eröffnet hat.

4. Dezember 2011
Beim Sortieren von Bildern und Notizen bin ich heute über einen Buchtitel gestolpert, den ich mir am Beginn meiner großen Reise in Amerika aufgeschrieben hatte, übersetzt etwa: „Begrabt mein Herz in Konferenzraum B: Der unschlagbare Einfluß wirklich engagierter Manager.“

2. Dezember 2011
Belgien ist und bleibt Absurdistan: Ich bin heute zu einer Veranstaltung mit dem Titel: Die unerträgliche Leichtigkeit des Schmetterlings: Welche neuen Steuern wird uns die neue Belgische Regierung bescheren?“ eingeladen worden.

1, Dezember 2011
Wie hat schon Peter Rosegger gedichtet? Bei mia z’Haus bin i nia z’Haus aber im Wirtshaus bin ich wia z’Haus.

ENDE DER DEZEMBERAUSGABE - FÜR FRÜHERE EINTRÄGE, BITTE HIER KLICKEN

Update: 01.02.2012

Alle Inhalte, insbesondere alle Bilder dieser Seite sind, soweit nicht anders ausgewiesen, urheberrechtlich geschützt und geistiges Eigentum von Margit Brandl. Alle Rechte vorbehalten. © 2005—2012.
Marken, Muster und Inhalte aller verlinkten Seiten außerhalb von www.brokenmuses.com verbleiben selbstverständlich im Urheberrecht der jeweiligen Inhaber.