Oops! It appears that you have disabled your Javascript. In order for you to see this page as it is meant to appear, we ask that you please re-enable your Javascript!

Blog 2016

24. – 26. Dezember 2016

Broken Muses wünscht Frohe Weihnachten!

9. Dezember 2016

Andere Länder, andere Wörter des Jahres: In Deutschland ist es dieses Jahr sehr realitätsnah ‚postfaktisch‘ geworden, in Österreich – nicht weniger realitätsnah – ‚Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung‘, teilweise mit Bindestrchen geschrieben, mir persönlich gefällt die Ein-Wort-Variante aber besser!

1. Dezember 2016

Während die Fehlerbehebung und Überarbeitung dieser Seite voranschreitet, kurz zu einem sehr netten Erlebnis: Der nachbarlichen Supermarkt zeichnet sich nicht unbedingt durch herausragende Qualität der Produkte, durchaus aber durch erwähnenswerte Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter aus. Auf die Frage, ob man diese besonders guten Datteln noch hätte, hat einer von den Mitarbeitern gemeint: ‚Also haben wir die nicht mehr? Aber sie hätten gerne, dass wir sie immer im Sortiment haben? Wissen Sie, ich schreibe nämlich alle Wünsche der Leute auf!‘ Wann er mit dieser Liste wohl fertig wird?

21. November 2016

Diese Webseite und leider auch der Blog sind leider sehr kompromittiert worden und müssen einer Überarbeitung unterzogen werden.

24. Oktober 2016

Ich habe einen Kollegen, der zum einen in seinem Bereich eine wahre Koryphäe, zum anderen im Umgang etwas eigen ist. Seine E-Mails signiert er mit ausführlichen Angaben zu seinem Namen, seiner Adresse, Telefonnummer, E-Mail usw. und dem denkwürdigen Satz: „Das Problem endet hier!“ Dem kann man nur zustimmen.

23. Oktober 2016

Die Vorgeschichte: Ich wünsche mir eine Bibliothek und wirklich schöne Regale, am besten von einer Traditionsfirma wie Paschen, seit 1883 und in fünfter Generation tätig. Die bittere Wahrheit ist, dass die Firma jetzt, im Jahr 2016, als endlich ein Paschensystem in greifbare Nähe rückt und ich zum Kauf schreiten möchte, seit ein paar wochen in Konkurs ist und keine Neuaufträge mehr annimmt. Die meisten Möbelhäuser haben die Ausstellungsstücke aus dem Programm genommen und nehmen keine Bestellungen mehr an. Die einzige Möglichkeit sind Restbestände, die der eine oder andere Händler vielleicht noch vorrätig hat.
Die Suche: Besuch im Möbelhaus 1. M: Haben Sie Bibliothekssysteme? Verkäufer 1: Biblio…? M: Bibliotheken. V1 dreht sich verzweifelt zu Verkäufer zwei hin, der neben ihm am Schreibtisch sitzt. V2: Bücherregale. Haben wir nicht ganz dahinten so was? M: Von Paschen. V1 (irritiert, ansonsten eher unbeeindruckt): Da kommen Sie jetzt einfach einmal mit bitte! Nach einer gefühlten 5km Wanderung durch das Möbelhaus stehen wir vor einem mickrigen, grauen Raumteiler, der mit einigen Devotionalien aus der letzten Weihnachtsausstellung bestückt ist. Ich bekomme einen Katalog in die Hand gedrückt und werde mit einer ungefähren Preisinformation und der Information, das Teil sei auch erweiterbar (!) bedacht. Etwas geknickt trete ich die Suche nach dem Ausgang an.
Anruf beim Möbelhaus 2: M: Haben Sie Bibliothekssysteme von Paschen? Verkäufer: Was ist das genau? M: Eine Bibliothek. V: Und das wäre? M: Bücherregale. V: schweigt ein bißchen zu lang. M: Regale für Bücher, viele Bücher. V: Nein, SO etwas haben wir nicht!
Anruf beim Möbelhaus 3: M: Haben Sie Bibliotheksregale? V: Was bitte? M: Bücherregale, die man zusammenstellen kann. V: Das kann ich Ihnen leider nicht sagen.
Der Fund: Im 4. Möbelhaus stehen fünf verschiedene Modelle, drei davon aus derselben Reihe aber in unterschiedlicher Farbe und Ausführung. Verkäufer: Sie wissen aber schon, dass die Firma in Konkurs ist? M: Ja. V: Das heißt, das bekommen wir nicht mehr. M: Ich weiss, ich nehme alle drei. V: Wie, welches jetzt genau? M: Alle drei. V: Ja haben Sie denn so viel Platz? M denkt: die richtige Frage wäre gewesen: Haben Sie denn so viele Bücher? Man kann nicht alles haben…

22. Oktober 2016

Das Telefon ist repariert! Angeblich hat sich der Akku verformt, ist über die Jahre dicker geworden und hat die Schale von innen so bedrängt, dass sie den Akku nur noch buckelig ertragen konnte. Mit dem neuen Akku ist der Buckel verschwunden. Es ist schon interessant, dass immer mehr Geräte mit fest verbauten Komponenten auf den Markt drängen, die man an sich nicht wechseln kann (oder soll). Und daneben entsteht ein ganzer Zweig von selbsternannten Profis die sich eben der Reparatur von nicht zu reparierendem Gerät widmen (und verhältnismäßig gute Erfolge damit erzielen).

20. Oktober 2016

Mein wunderbares Kamerahandy (aka Nokia 1020) hat einen eher ungesund wirkenden seitlichen Buckel entwickelt. Über die entstandene Öffnung sieht man das Innenleben. Schmutz und Feuchtigkeit könnten eindringen, insofern ist eine Reperatur wahrscheinlich ratsam. Der Handyreparateur meines Vertrauens ist aber anscheinend nicht mehr tätig. Das Geschäftslokal beherbergt nunmehr ein Bestattungsunternehmen (!).

19. Oktober 2016

Aus der Rubrik Ausländer im Ausland – oder Charmewüste Deutschland: Seit ich mich vor einigen Wochen ziemlich schlimm verhoben habe, den Hals nicht mehr bewegen und den Löffel nicht mehr zum Mund führen konnte, gehe ich wieder recht regelmäßig zur Massage. Die Masseurin stammt aus Malaysia und hat goldene Hände. Ich komme erfrischt und verhältnismäßig schmerzfrei aus der Kabine, bezahle, trinke noch einen Tee und bekomme mit, wie ein Mann mit Rollkoffer, sichtlich also Laufkundschaft, nach einem Termin fragt. Man teilt ihm mit, er habe Glück und würde sofort drankommen, da die Malaiin gerade Zeit habe. Er nimmt an, schaut mich an, ich sage leise mit einem Kopfnicken in Richtung der Malaiin: „Sie ist die Beste!“ Er schaut mich aufmüpfig an und meint: „Ich dachte, ich wäre der beste!“

16. Oktober 2016

Zurück als Ausländerin im Ausland muss ich zum Thema Passkollektion sagen, dass von all meinen drei heuer beantragten und ausgestellten Pässen der letzte eindeutig der schönste ist. Immerhin. Bei einem Vergleich der Bilder würde man nicht meinen, dass es sich um dieselbe Person handelt!

15. Oktober 2016

Die Briten können aufatmen: „Marmite steht wieder zum Verkauf, nachdem die Differenzen zwischen Tesco und Unilever hinsichtlich einer Preisadaptionen nach dem Verfall des Pfunds ausgeräumt wurden.“

14. Oktober 2016

Der Pass ist aus Wien bequem über die schöne Semmeringbahn per Eisenbahn angereist, in der Nachbarstadt ausgestiegen und mit einem Taxi kurz nach Mittag vorgefahren worden. Er sieht ganz prächtig aus, hat keinen Zug abbekommen, ist auch ansonsten völlig unbeschädigt und weist alle Daten richtig aus. Zeitgleich ist auch der gestern für ungültig erklärte Pass No 2 in good old Germany angekommen. Das Einschreiben hat doch noch seinen Weg genommen.

13. Oktober 2016

Wie können wir die Briten nur gehen lassen? Allein die Schlagzeile der Financial Times heute Morgen: „Marmite Mangel: Der Einbruch des Pfunds hat einen Marmite-Mangel ausgelöst. Der Brotaufstrich mit Hefe-Geschmack, der von (manchen) Briten geliebt wird, fehlt in den Regalen von Tesco, nachdem der größte Supermarkt in Großbritannien sich geweigert hat, nach dem Verfall des Pfunds eine Preissteigerung von Marmite-Hersteller Unilever zu akzeptieren.“

Und ansonsten habe ich heute wieder einmal einen neuen Pass beantragt. Diesmal in einer Art Doppelexpress-Verfahren. Der Pass wird heute produziert und mittels Kurier morgen zugestellt. Interessant auch, dass auch die Behörde seit Februar nichts mehr nach Deutschland sendet, da seit damals alle Einschreiben die Tendenz haben, spurlos zu verschwinden. Reguläre Briefe hingegegen würden problemlos zugestellt.

12. Oktober 2016

Aus der Rubrik Ausländer im Ausland – diesmal: Murphy’s Law oder wie ein lieber Freund vor einiger Zeit gesagt hat: Margit ist Murphy.

Nach dem Umzug habe ich meinen relativ neuen, erst im März ausgestellten und an sich für 10 Jahre gültigen Reisepass nicht mehr gefunden. Also habe ich das Ausland verlassen, bin nach Österreich gefahren und habe ihn als verloren gemeldet. Der Pass wurde folglich für ungültig erklärt, ein neuer beantragt und nach ein paar Tagen ausgestellt. Meine Mutter hat ihn abgeholt und quasi postwendend per Einschreiben ins Ausland geschickt. Das war am 29. September. Mittlerweile schreiben wir den 12. Oktober und der Pass ist noch nicht angekommen. Beide Postverwaltungen sind bestürzt bis untröstlich und behaupten, der Suche zu sein.

Das österreichische Online-Sendungsnachverfolgungssystem stellt relativ lapidar fest, dass der Brief Österreich am 30. September verlassen hat und – hier wird es eher mystisch – das „Bestimmungsland“ ereilt habe. Selbiges wird mir auch mehr oder weniger sofort per E-Mail mitgeteilt. An der Grenze wurde der Sendung eine neue Nummer verpasst, die nach etwa 30 Minuten Warteschleife tatsächlich telefonisch zu erfragen war. Was ansonsten mit der Sendung passiert sei, wollte man mir aus Datenschutzgründen nicht mitteilen. Ich werde vor mir selbst geschützt. Ein neuer, wenn auch nicht unbedingt begrüßenswerter Ansatz.

Das Online-Sendungsnachverfolgungssystem der Deutschen Post ist auch nicht wesentlich auskunftsfreudiger, meint aber, dass die Sendung beim internationalen Briefzentrum in Deutschland am 30. September angekommen sei. Leider gibt es 80 internationale Briefzentren in diesem großen Land und es macht sich kein realer Mensch auf die Suche nach einer Sendung, man kann da quasi kopfsteten. Des Weiteren werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich a) wenn, dann brieflich (!) benachrichtigt werden würde und b) dass ’nach den Regelungen des Weltpostvertrages eine Sendungsnachforschung vom Absender im Einlieferungsland eingeleitet werden muss, da der Absender Vertragspartner des Postunternehmens im Absendeland ist.’

Der Weltpostvertrag wurde nicht wie sei Vorgänger, der Berner Allgemeine Postvereinsvertrag 1874 in Bern, sondern 1878 in Paris abgeschlossen und legt die Grundregeln des der internationalen Postunion und des internationalen Postverkehrs schriftlich dar. Im Fall des Verlustes einer Sendung sieht er vor, dass der Absender die Postverwaltung des Landes zu  befassen hat, in dem der Brief aufgegeben wurde. Diese Postverwaltung muss gegebenenfalls auch eine Entschädigung leisten. Unterzeichnerstaaten waren damals noch  wo der Brief per Post aus. Man muss beachten, dass der Vertrag vom Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und unter anderem auch dem Osmanischen Reich unterzeichnet wurde.

Wie dem auch immer sei, ich habe mich jedenfalls entschlossen, nunmehr in Österreich meinen dritten Pass in diesem Jahr zu beantragen.

5. Oktober 2016

Aus der Rubrik Ausländer im Ausland: Es gibt einen neuen Putztrupp in unserem Büro, der täglich abends kommt. Ich bin meist die einzige, die sie noch antreffen, es ist ruhig. In brüchigem Deutsch fragt mich der eine: Ist der Teppich neu? Ich verneine, weise auf ein paar schadhafte Stellen an den Wänden hin. Er zeigt sich wenig beeindruckt und will sich seine Begeisterung ob des sauberen, seiner Meinung nach neuen Teppichs nicht nehmen lassen. Dann fragt er mich, ob wir hier eine Außenstelle seien. Ich sage etwas verblüfft ob der doch etwas offensiven Frage: ja, könnte man so sagen, denn es gibt ja auch noch ein größeres Büro anderswo. Er fragt, ob ich denn viele Anträge bearbeiten würde. Langsam wird klar, dass er der fixen Meinung ist, ich würde – als Außenstelle – Asylanträge bearbeiten. Was als Ausländer im Ausland nicht einer gewissen Ironie entbehrt. Er seinerseits ist partout nicht davon abzubringen. Nach drei vergeblichen Anläufen, seine Vorstellung mehr in Richtung Telekommunikation im allgemeinen zu lenken, bin ich selbst nicht mehr so sicher, ob ich nicht unter Umständen doch Asylanträge abarbeite. Jedenfalls habe ich beschlossen, mich meine Arbeit betreffend nicht ans BAMF (Bundesamt für Asyl und Flüchtlinge) zu wenden, sondern vorerst einmal auf dem Teppich zu bleiben. Er ist schließlich schön und fast neu.

1. – 3. Oktober 2016 – Vilnius

In Vilnius gibt es seit einigen Jahren auf einer durch den Fluss Vilnia gebildeten Halbinsel mitten in der Stadt die unabhängige Republik Užupis. Geschaffen als Kunstaktion hat die Republik Uzupis eine eigene Verfassung, vier Flaggen (eine für jede Jahreszeit) und einen Präsidenten . Die zwölf Mann starke Armee wurde angeblich wieder aufgelöst, weil niemand Angst vor der Republik hatte. Das Parlamentsgebäude ist das Café Užupio Kavinė („Café von Užupis“), dort ist auf einer Bronzetafel die Verfassung niedergelegt worden und lautet:

1. Jeder Mensch hat das Recht, am Fluss Vilnia zu leben, und die Vilnia hat das Recht, an jedem vorbeizufließen.
2. Jeder Mensch hat das Recht auf heißes Wasser, Heizung im Winter und ein Ziegeldach.
3. Jeder Mensch hat das Recht zu sterben, jedoch ist dies keine Pflicht.
4. Jeder Mensch hat das Recht, sich zu irren. (Manchmal auch übersetzt als: Jeder Mensch hat das Recht, Fehler zu machen.)
5. Jeder Mensch hat das Recht, einzigartig zu sein.
6. Jeder Mensch hat das Recht zu lieben.
7. Jeder Mensch hat das Recht, nicht geliebt zu werden, jedoch nicht unbedingt.
8. Jeder Mensch hat das Recht, nicht berühmt oder bekannt zu sein.
9. Jeder Mensch hat das Recht, zu faulenzen oder untätig zu sein.
10. Jeder Mensch hat das Recht, eine Katze zu lieben und sie zu versorgen.
11. Jeder Mensch hat das Recht, für seinen Hund zu sorgen bis einer von beiden stirbt.
12. Ein Hund hat das Recht, Hund zu sein.
13. Eine Katze ist nicht verpflichtet, ihren Besitzer zu lieben, aber in schweren Momenten muss sie ihm beistehen.
14. Jeder Mensch hat das Recht, manchmal nicht zu wissen, ob er Verpflichtungen hat.
15. Jeder Mensch hat das Recht zu zweifeln, jedoch ist dies keine Pflicht.
16. Jeder Mensch hat das Recht, glücklich zu sein.
17. Jeder Mensch hat das Recht, unglücklich zu sein.
18. Jeder Mensch hat das Recht, zu schweigen (Manchmal auch übersetzt als: Jeder Mensch hat das Recht, still zu sein).
19. Jeder Mensch hat das Recht zu glauben.
20. Niemand hat das Recht, Gewalt auszuüben.
21. Jeder Mensch hat das Recht, seine Nichtigkeit und seine Größe zu begreifen.
22. Niemand hat das Recht, nach Ewigkeit zu streben.
23. Jeder Mensch hat das Recht zu verstehen.
24. Jeder Mensch hat das Recht, nichts zu verstehen.
25. Jeder Mensch hat das Recht, verschiedene Nationalitäten zu besitzen.
26. Jeder Mensch hat das Recht, seinen Geburtstag zu feiern oder nicht zu feiern.
27. Jeder Mensch ist verpflichtet, sich an seinen Vornamen zu erinnern.
28. Jeder Mensch kann sein Eigentum teilen.
29. Niemand kann mit anderen teilen, was ihm nicht gehört.
30. Jeder Mensch hat das Recht auf Geschwister und Eltern.
31. Jeder Mensch kann unabhängig sein. (Manchmal auch übersetzt als: Jeder Mensch kann frei sein.)
32. Jeder Mensch ist für seine Freiheit verantwortlich.
33. Jeder Mensch hat das Recht zu weinen.
34. Jeder Mensch hat das Recht, missverstanden zu werden. (Manchmal auch übersetzt als: Jeder Mensch hat das Recht, unverstanden zu sein.)
35. Niemand hat das Recht, einem anderen Schuld zuzuweisen.
36. Jeder hat das Recht, individuell zu sein. (Manchmal auch übersetzt als: Jeder Mensch hat das recht auf Persönlichkeit.)
37. Jeder Mensch hat das Recht, keine Rechte zu besitzen.
38. Jeder Mensch hat das Recht, keine Angst zu haben.
Besiege nicht! * Schlag nicht zurück! * Gib Dich nicht geschlagen!

1. September 2016

Dieser Blog ist nun einige Zeit verstummt – die Leser mögen verzeihen. Nun ist aber vor zwei Tagen etwas durchaus Bemerkenswertes geschehen, das hier Erwähnung finden soll. Man würde annehmen, dass es bis vor kurzem gängige Praxis war, politischen Unmut gegebenenfalls durch das Werfen einer Torte zu äußern. Verbale Äußerungen in Richtung des politischen Widersachers werden von vielen als zu einfach empfundenen, daher die möglichst große, weiche, sahnige Torte. Hart in der Sache, weich in der Torte könnte man sagen. Dieser kleine, aber feine Unterschied war dem jungen Mann, der sich vor zwei Tagen den Weg zum Wurf gen Redner mit einer gefrorenen Torte gebahnt hat, anscheinend in der Form nicht bewußt.

13. Mai 2016

Endlich! Der erste April ist lange vorüber und dennoch hat man lange darauf warten müssen. Die Genderdebatte ist endlich auch bei den Emojis angekommen. In Zukunft soll es nun mehr Frauen in wichigen Berufen geben. Das Unicode-Konsortium im Silicon Valley hat sogar ein eigenes Emoji-Subkommitte, das die Dringlichkeit der Lage kürzlich noch einmal hervorgestrichen hat.

10. Mai 2016

Mein tägliches Brot in einer rein zufälligen Reihung: Schlangenölverkäufer, Zeitoptimierer, Akkordteppichhändler, Großmütterverkäufer, seufzende Masochisten, hochprofessionell Ahnungslose, gelernte Hilflose, selbsterklärte Gourmets („I sog bloss, Kloss mit Soss!“) und, eine sehr verbreitete Spezies: Kindergartenkinder mit Hang zur Steigerung: „Das sag ich aber meiner Mama!“ – „Das sag ich Deiner Mama!“ und ultimativ: „Das sagt meine Mama deiner Mama!“

8. Mai 2016

Ich habe Oliver Sacks Autobiographie ‚On the Move – Mein Leen‘ ausgelesen. Schade, dass es schon aus ist. Ein wunderbares Buch eines bemerkenswerten Menschen, anregend, tiefsinnig, selbstironisch, witzig. Ichhabe einige seiner Bücher als Teenager gelesen und möchte sie nun alle wiederlesen!

5. April 2016

Begräbnis meiner Tante, ein trauriger Tag. Aber ich habe den Marillenbaum wiedergesehen! Zu Ostern hat er noch zwei stolze Blüten gehabt, nun aber nach einem Hagel in den vergangenen Tagen leider nur mehr eine. Experten zufolge wird die erste und ich nehme an moderate Ernte noch drei Jahre auf sich warten lassen.

31. März 2016

Über die Verkettung unglücklicher Umstände: Unter der Dusche fällt mir ein, woran ich die ganze Nacht nicht gedacht, worüber ich aber schlecht geschlafen und ein latent unangenehmes Gefühl gehat habe: das partielle Halteverbot vor meinem Haus, das den Parkplatz von 7 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags zu einer parkplatztechnischen No-Go-Zone erklärt. Es ist kurz vor acht. Imaginär ist das Auto perdu und bereits auf dem Weg in eine weitere No-Go-Zone, nämlich dorthin, wo die ageschleppten Autos gebracht werden, wo auch immer das sein mag, der Ort ist auf keiner Landkarte verzeichnet. Vor Schreck entgleitet mir der Duschkopf und landet so unglücklich auf meinem rechten Fuss, dass das Gehen den ganzen Tag über schmerzhaft bleiben wird. Ein Bluterguss scheint unumgänglich,vielleicht hat es mich aber auch schlimmer getroffen. Humpelnd erreiche ich das Auto, das glücklicherweise noch nicht abgeschleppt worden ist.

30. März 2016

Ich bin mehr oder weniger von der österreichischen Bürokratie beeindruckt. Man hat ein Megapaßjahr angekündigt und gewarnt, dass sich der Bürger auf mehrwöchige Wartezeiten für Pass und Personalausweisneuausstellungen wird einstellen müssen. Wider Erwarten – und trotz oder wegen des miserablen Fotos sollte ich an dieser Stelle anmerken – wird der Personalausweis nach 5 Tagen per Post geliefert. Der Paß folgt mit einem Tag Verspätung und ich werde sogar am Handy (!) angerufen, dass er zur Abholung am Konsulat bereitliegt. Die Aholung an sich dauert dann weniger als eine Minute, alles ist vorbereitet, zwei Unterschriften, die Entwertung des alten Passes, 50 Sekunden, 55 und ich bin wieder auf der Straße vor dem Konsulat. Respekt!

26. März 2016

Bruck an der Mur: Morgen ist Ostersonntag, aber schon heute habe ich mein Osternest gefunden! Ein Marillenbaum! Ich habe ihn dort gepflanzt, wo früher die beiden Bäume meiner Oma gestanden sind. Nach jahren der Rodung – in den vergangenen Dekaden ist über den Garten verteilt aus den verschiedensten Gründen mindestens 90% des Baumbestandes abgeholzt worden – sehe ich Licht am Ende des Tunnels! Ein neuer Baum! Absichtlich! Ich bin echt happy!

20. März 2016

Wie sich langfristiges Planen kurzfristig rächen kann: Ich brauche einen neuen Pass. Es gibt ziemlich Hürden, wenn man im Ausland einen österreichischen Reisepass beantragen möchte. Man muss einen regelrechten Stapel von Dokumenten jeweils im Original und in Kopie mitbringen, einschließlich einer sogenannten ‚erweiterten‘ Meldebestätigung, die zum Zeitpunkt der Paßbeantragung höchstens zwei Wochen alt sein darf. Natürlich braucht man auch ein Passbild.

Um absolut sicher zu gehen, dass alle biometrischen Kriterien an dieses Bild erfüllt sind, habe ich vor etwa vier Wochen in Österreich Passbilder machen lassen. Vier Passbilder waren auf dem Bogen nebst einem siegelartigen Stempel, der mustergültig das Einhalten der österreichischen Passkriterien vermerkt hat. Hartherzig habe ich meinen Eltern vorläufig die Bitte nach einem Bild ausgeschlagen, weil ich aus Vorsicht gedacht habe, es wäre vielleicht besser, das vollen Blatt mitsamt Stempel des Fotostudios am Konsulat dabei zu haben.

Für einige Zeit waren die Fotos in meinem Notizbuch. Ich erinnere mich an einen Zeitpunkt, zu dem ich angenommen habe, dass sie dort nicht sicher genug seien und so habe ich sie folglich an einer anderen, besseren Stelle deponiert. Dieser Punkt muss die absolute Sicherheitszone gewesen sein. Seit Freitagabend habe ich so ziemlich jede Minute damit verbracht, diese Bilder zu suchen. Ich habe dabei Dinge gefunden, die ich nicht in meinem Besitz währte. Den Inhalt mancher Schubladen habe ich mindestens zehnmal in Händen gehalten. Umsonst.

Heute (Sonntag) gegen 15.00 Uhr hat meine Verzweiflung darin gegipfelt, eine Fotokabine bei der nächstgelegenen U-Bahn-Station aufzusuchen. Milde ausgedrückt: Kein Ort, der zum verweilen einlädt. Auf dem neuen Satz Fotos sehe ich natürlich entsprechend schrecklich aus. Morgen früh muss ich damit zum österreichischen Konsulat. Ich bin nicht überzeugt, dass diese Bilder akzeptieren werden.

17. März 2016

Meine Computermaus ist kaputt. Ich habe um Hilfe gebeten. Man war auch promt zur Stelle und zwar mit folgender Meldung: „Ich schicke euch 4 Mäuse nach München, davon 3 fürs Lager vor Ort, OK?“

28. Jänner 2016

Meine Buchhandlung hat ein Schild in der Auslage mit folgendem Wortlaut: Sheherezade hat nur deshalb die 1001 Nächte überlebt, weil sie nicht langweilig war!

25. Jänner 2016

Wie soll ich die letzten Arbeiten im Badezimmer zusammenfassen? Nun, man hat den Schimmel notdürftig abgetragen, ein  Konstrukt erstellt, damit der Bruch das nächste Mal schwieriger auftreten wird. Und schließlich hat man dann über die notdürftig neu verkleidete Wand drübergefliest – in einem anderen Weißton, aber bitte. Was mich aber wirklich mißtrauisch gemacht hat war, dass keiner der Handwerker noch einen Ton darüber verloren hat, die Toilette benutzen zu wollen.

23. Jänner 2016

Ich habe so viele mit so viel Bedacht ausgesuchte Geschenke bekommen, dass ich ganz beschämt bin. Eines soll hier stellvertretend für alle erwähnt werden, das Wackelschachbrett. Und ja, wie soll man das wirklich an Bord eines Schiffes spielen?

18. Jänner 2016

Aus der Serie: „Absurdes im Alltag“ oder „Wer ist hier eigentlich der Experte?“
Die Toilette bricht von der Wand nach vor ins Badezimmer. Am Freitagabend. Am Samstag beschließt der Hausmeister nach einem kurzen Lokalaugenschein, dass das kein Problem sei, um das er sich kümmern könne oder müsse. Es dauert bis Montagnachmittag, bis ein Installateur Zeit hat und feststellt, dass die gesamte Wand nass, morsch und schimmelig ist. Er entfernt Teile der Wand und fixiert die Toilette wieder notdürftig. Alles wirkt sehr provisorisch. Es tropft immer noch. Von repariert kann keine Rede sein. Er fragt nach einer kurzen Nachdenkpause: ‚Darf ich Ihre Toilette benutzen?‘ Ich: ‚Das müssen Sie wissen!‘ Was soll ich sagen? Jetzt habe ich ein müffelndes, nasses, morsches, schimmeliges Provisorium.

1. Jänner 2016

Broken Muses wünscht ein Gutes Neues Jahr!

3 comments

  1. In RE: 1 January 2016 blog… Well now, at least you can be happy that the broken toilet problem didn’t happen on your upcoming birthday, while you were celebrating it in Austria. Wouldn’t THAT be a nice mess to come back home to in your (discontented) rented flat…?
    PS: Happy birthday, Miss Margit…

  2. Hi Margit: your blog needs more regular update as I enjoy it so much. Fashion themes have also reduced? Hope all is well. Karolina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.